Melittin
Bee-venom cytolytic peptide (preclinical / investigational) · Vorgefüllter Pen
Melittin ist ein amphipathisches Peptid aus 26 Aminosäuren und der wichtigste Wirkbestandteil des Bienengifts. Es lagert sich vermutlich in Zellmembranen ein und bildet Poren, wodurch es die Lipiddoppelschicht stört und Zellen über einen direkten biophysikalischen Mechanismus statt über einen definierten Rezeptorweg lysiert; in präklinischen Arbeiten wurde es mit der Aktivität der Phospholipase A2 in Verbindung gebracht. Da diese membranaktive Wirkung unselektiv ist, kann sie gesunde ebenso wie Zielzellen schädigen, weshalb jede Anwendung experimentell ist und ausschließlich unter enger ärztlicher Aufsicht erfolgt.
Untersuchte Anwendungsbereiche
- Präklinische antimikrobielle Forschung zur Membranzerstörung
- Labor-Onkologie-Modelle, untersucht auf zytolytische (zellabtötende) Aktivität
- Entzündungssignalgebung, betrachtet in frühen/präklinischen Arbeiten
- Forschungswerkzeug für Studien zur Peptid-Verabreichung und Nanopartikel-Formulierung
Sicherheit & Status
- Experimentell und zytotoxisch – Melittin lysiert Zellen unselektiv und kann gesundes Gewebe schädigen; belastbare Humansicherheitsdaten fehlen
- Kann Überempfindlichkeits- und allergische Reaktionen auslösen, bis hin zur Anaphylaxie bei gegen Bienengift sensibilisierten Personen; nur unter ärztlicher Aufsicht
- Nicht in Schwangerschaft oder Stillzeit oder bei Bienengiftallergie anzuwenden; keine etablierte Anwendung beim Menschen
⚕ Klinischer Hinweis: Dies ist eine edukative Information, keine medizinische Beratung. Melittin ist ein experimentelles, zytotoxisches Forschungspeptid ohne etablierte Humantherapie; es darf niemals eigenständig angewendet werden, und jede Anwendung muss unter qualifizierter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Evidenz: Grad D — keine Humandaten; ausschließlich präklinisch · Quellen: Raghuraman H, Chattopadhyay A, Bioscience Reports, 2007; Rady I et al., Cancer Letters, 2017; Memariani H et al., Applied Microbiology and Biotechnology, 2019




